Marksteine für Bildung mit Freude und Lernen ohne Schulzwang

1. Juni 2008

ALBERT-SCHWEITZER-TAG

Filed under: Gedenktag — Schlagwörter: , — eljascha @ 9:23 am

01. Juni: Albert-Schweitzer-Tag, initiiert von den Albert-Schweitzer-Kinderdörfern und Familienwerken


Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will.

(A. Schweitzer)

Wenn die Wiesen im Frühjahr zu grünen anfangen, geht dies so vor sich, dass unzählige Gräser von sich aus sprießen und grünen. Also auch kann wirklicher Geist seinen natürlichen Ursprung nur in dem Geistigwerden der vielen einzelnen haben.

(A. Schweitzer, Kulturphilosophie III, Teil 3, Verlag C.H.Beck, 2000, S. 225)


Albert Schweitzer

Biografie

14.1.1875 – 4.9.1965

Theologe, Missionsarzt, Bach-Interpret, Philosoph und Friedensnobelpreisträger

Am 14.1.1875 in Kaysersberg im zu jener Zeit reichsdeutschen Elsass als Kind eines Pfarrers geboren, wuchs Albert Schweitzer im elterlichen Pfarrhaus auf und diente nach dem Abitur in der deutschen Armee.

Von 1893-1898 studierte er in Straßburg, Paris und Berlin Theologie und Philosophie. Von 1899-1911 war er als Pfarrer und Stiftsdirektor in Straßburg tätig, widmete sich aber nebenbei weiter wissenschaftlicher Arbeit. Er promovierte mit einer Arbeit über Kants Religionsphilosophie und habilitierte sich 1902 in Straßburg im Fachbereich Theologie.

Albert Schweitzer, der auch ein hervorragender Organist und international anerkannter Interpret von Johannes Bach war, entschloss sich im Alter von 30 Jahren spontan, Tropenarzt zu werden.

Er studierte Medizin, gab 1912 schließlich sein Predigtamt und seine bisherige theologische Laufbahn auf und ging nach Lambarene in Französisch Westafrika, um dort mit der Neugründung eines Hospitals ‚tatkräftig zu helfen statt untätig zu philosophieren‘.

Sein dortiges frühes Engagement hatte allerdings angesichts der angespannten und kriegsbedrohenden Lage wenig Aussicht auf Erfolg oder Dauer.

Während des Ersten Weltkrieges war er zuerst in Afrika, dann in Frankreich interniert und kehrte danach krankheitshalber in die Heimat zurück, wo er eine zweibändige ‚Kulturphilosophie‘ verfasste.

Erst 1924 ging er wiederum nach Lambarene, wo er seitdem ohne nennenswerte Unterbrechungen ‚zu Hause‘ war. In seine Heimat, das Elsass, das im Laufe seines Lebens mehrfach mal ‚deutsch‘ und mal ‚französisch‘ war, ist er seit dem nicht mehr zurück gekehrt.

In den 50-er Jahren setzte sich der große Ethiker energisch gegen Atombombentests ein, und 1952 erhielt er – jetzt vom Nobel-Kommitee offiziell als Franzose gelistet – den Friedensnobelpreis für sein Lebenswerk als Missionsarzt und Gründer des Hospitalwerkes in Lambarene.

Albert Schweitzer starb am 4.9.1965 in Lambarene.


Der Landmann, der auf seiner Wiese tausend Blumen zur Nahrung für seine Kühe hingemäht hat, soll sich hüten, auf dem Heimweg in geistlosem Zeitvertreib eine Blume am Rande der Landstraße zu köpfen, denn damit vergeht er sich am Leben, ohne unter der Gewalt der Notwendigkeit zu stehen.

(A. Schweitzer)

Lesen Sie mehr:

Ehrfurcht vor dem Leben

2 Kommentare »

  1. Ist er ein Linkshänder?

    Kommentar von madna29 — 8. November 2010 @ 10:21 am

  2. an den Schulzwang kann ich mich noch erinnern der mich nicht vor der Gewalt der anderen Menschen schütze,

    Kommentar von Anonymous — 1. September 2013 @ 3:03 am


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