Marksteine für Bildung mit Freude und Lernen ohne Schulzwang

23. Mai 2009

60 JAHRE GRUNDGESETZ

23. Mai: Tag des Grundgesetzes, Jahrestag der Verkündung des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland 1949

Das Grundgesetz wurde heute vor 60 Jahren in Bonn verkündet und unterzeichnet. Es war ursprünglich als Provisorium geplant, wurde nach der Wiedervereinigung als gesamtdeutsche Verfassung übernommen und hat in seiner sechzigjährigen Geschichte bereits 52 Änderungen und Ergänzungen erlebt.

Der Ausbau der Grund- und Menschenrechte war von Anfang an ein zentrales Anliegen der Grundgesetz-entwicklung. Im Parlamentarischen Rat hatte eher die Vorstellung dominiert, dass die Freiheit gegen den Staat geschützt werden müsste. Freiheitsrechte waren als Verbote an die öffentliche Hand formuliert, die Freiheit der Menschen zu beeinträchtigen. Das entsprach den elementaren Menschenrechtsstandards der damaligen Zeit. Politische Mitwirkungsrechte und soziale Garantien fanden sich allenfalls in Ansätzen.

(aus: Das Grundgesetz im Wandel der Zeit von Christoph Gusy, Seite 2 – Hervorhebungen von mir)

In diesem Zusammenhang sei vor allem daran erinnert, dass nun schon seit einiger Zeit stetig darauf hingearbeitet wird, sogenannte Kinderrechte im Grundgesetz zu verankern. Das aber ist unnötig, da Kindern genauso wie den Volljährigen alle Grund- und Menschenrechte vollumfänglich zustehen! Kinder sind Menschen! Da Kinder, insbesondere natürlich in den jungen Jahren, auch schutzbedürftig sind und manche Dinge noch nicht alleine entscheiden können, geht es in Wirklichkeit darum, wer in Zukunft diese Entscheidungen für die Kinder fällen wird und wer im Bedarfsfall den Schutz übernehmen wird.

In Zeiten wie den unsrigen darf man mit gutem Grund daran zweifeln, ob die Verankerung von Kinderrrechten im Grundgesetz wirklich eine humanitäre Geste gegenüber den Minderjährigen ist oder nicht tatsächlich nur die Freiheit des Einzelnen gegenüber dem Staat und seinen Organen zunehmend aushöhlen soll. Der Staat als Wächter der Rechte von Kindern gegenüber deren Eltern, seine Organe als Ausübende von Sorgerechten – das ist das eigentliche Ziel. Das Versagen weniger Eltern, in der Öffentlichkeit breitgetreten, wird dazu benutzt, Eltern grundsätzlich so hinzustellen, als ob alle Kinder einen von diesen unabhängigen eigenen Schutz bräuchten, welcher staatlicherseits wahrgenommen werden soll.

Dabei darf nicht vergessen werden, dass aus Rechten schnell Pflichten werden. Das Recht des Kindes auf Bildung wird mit der Pflicht zum Schulbesuch beantwortet – kommt das Kind dieser Pflicht nicht nach, wird die Pflicht mit Zwang – mit staatlichem Zwang – durchgesetzt. Das Recht jeden Kindes auf einen Betreuungsplatz ab Geburt – wie es ab dem Jahr 2013 gelten soll – wird zur Pflicht werden, wenn Eltern weiterhin von staatlichen Leistungen abhängig sind bzw. diese in Anspruch nehmen wollen, oder sicherlich auch, wenn Staatsvertreter befinden, dass das Kind in der Institution besser betreut wäre als im Elternhaus. Der Willkür werden im letzteren Fall Tür und Tor geöffnet sein, denn am Hebel der Macht sitzen die Staatsvertreter. Ein Beispiel für den ersten Fall sind die ALG 2-Leistungen, denn wer diese erhalten will, der muss dem Arbeitsmarkt zu Verfügung stehen, und das kann er nur, wenn das Kind entsprechend betreut ist. Das Recht auf einen Betreuungsplatz ab Geburt wird dann von betroffenen Eltern verpflichtend genutzt werden müssen.

In Österreich gibt es (in einzelnen Bundesländern) schon heute einen Extrazuschlag zur Kindeserziehung, wenn man sein Kind impfen lässt – wer nicht impfen lässt, der bekommt diesen Zuschlag nicht. So wird durch die Hintertüre für finanziell schwache Familien eingeführt, was es eigentlich nicht gibt: eine Impfpflicht der anderen Art.

Bedenkenswert ist auch – gerade im Hinblick auf die im Herbst anstehenden Bundestagswahlen – dass Änderungen des Grundgesetzes unter einer großen Koalition besonders leicht durchgesetzt werden können!

Lesenswerte Beiträge zum Thema 60 Jahre Grundgesetz:

Christoph Gusy: Das Grundgesetz im Wandel der Zeit (Bundeszentrale für politische Bildung)
– daraus dieses nachdenkenswerte Zitat:

Die Verfassung der USA gilt seit über 200 Jahren. Ihr Text umfasst 10 Druckseiten, lässt also Vieles offen, ist aber auch erst 27mal ergänzt worden. Eine erstaunliche Stabilität, welche dazu geführt hat, dass der maßgebliche politische Wandel von der Rechtsprechung vorgenommen wurde.

Das Grundgesetz ist diesen Weg nicht gegangen. Es ist deutlich länger (58 Druckseiten), regelt also auch viel mehr Einzelheiten und ist viel häufiger geändert worden. Dies geschah jeweils durch Zwei-Drittel-Mehrheiten in Bundestag und Bundesrat. […]

Bernd Ulrich: 60 Jahre Grundgesetz (Deutschlandradio Kultur)
– daraus dieses nachdenkenswerte Zitat:

Eine große Chance wurde gewiss vertan, als es nach der Wiedervereinigung darum ging, über eine gesamtdeutsche Verfassung oder auch ein nur leicht überarbeitetes Grundgesetz das Volk abstimmen zu lassen. Artikel 146 des Grundgesetzes schrieb dies vor, doch fand sich keine parlamentarische Mehrheit, – unter anderem mit dem Argument, die Qualität des erfolgreichen Grundgesetzes dürfe nicht verspielt werden. Dahinter verbirgt sich allerdings eine tief sitzende Furcht vor dem Volk – und eine immer noch zu wenig selbstbewusste Demokratie. Am Grundgesetz liegt es jedenfalls nicht.

älterer Post zum Thema:
Tag des Grundgesetzes (vom 23. Mai 2008)

6. Mai 2009

EUROPAWOCHE UND EUROPATAG DER EUROPÄISCHEN UNION

Filed under: Aktionstag, Gedenktag, Geschichtliches — Schlagwörter: , , , , — eljascha @ 8:42 pm

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02. bis 10. Mai 2009: Europawoche, eine gemeinsame Aktion der deutschen Länder, der Bundesregierung, der Europäischen Kommission und des Europäischen Parlaments, seit 1994
Die Europawoche

01. Mai: Erweiterung der Europäischen Union 2004, Rückblick auf den Beitritt acht ehemals kommunistischer Staaten sowie von Malta und Zypern zur Europäischen Union vor fünf Jahren
Zeit Online zu EU-Osterweiterung

05. Mai: Jahrestag der Gründung des Europarates in London, Feier des 60. Jahrestages seit seiner Gründung im Jahr 1949

Der Europarat, dem mittlerweile 47 Staaten Europas angehören, wurde am 5. Mai 1949 durch den „Zehnmächtepakt“ begründet. Die „Europa-Fahne“ des Europarates mit den zwölf Sternen auf blauem Hintergrund wurde später von der Europäischen Union (so die offizielle Bezeichnung seit 1992, zuvor u. a. Europäische Gemeinschaft) übernommen.europafahne1

Auf der Europafahne sind zwölf goldene Sterne zu sehen, die im Kreis angeordnet sind. Sie stehen für die Solidarität und Harmonie zwischen den europäischen Völkern. Die Zahl der Sterne hat nichts mit der Anzahl der Mitgliedstaaten zu tun: Die Zahl zwölf ist traditionell das Symbol der Vollkommenheit, Vollständigkeit und Einheit. Die Flagge wird darum auch nicht verändert, wenn neue Staaten in die Europäische Union eintreten. (Q-World.de)

09. Mai: Europatag der Europäischen Union, seit 1986, in Gedenken an die Erklärung des französischen Außenministers Robert Schuman. Dieser hatte 1950 ein in Frieden geeintes Europa gefordert.
Was ist der Europatag?

Schuman-Erklärung vom 9. Mai 1950

Foto Europa-Fahne: enhotec / PIXELIO

1. Mai 2009

1. MAI – MAIFEIERTAG

Warum ist der 1. Mai ein Feiertag, fragte mich mein Sohn gestern. Tag der Arbeit, Tag der Arbeiter, der Arbeiterbewegung, in vielen Ländern Feiertag, aber wesentlich mehr konnte ich dazu nicht erklären.

Doch der 1. Mai hat eine interessante Geschichte, die man ausführlich auf der Website des DGB nachlesen kann. Außerdem ist seit 1955 der 1. Mai auch der Festtag Josefs des Arbeiters.

maiglockchen_359157_r_by_renate-franke_pixelio1Foto: Fotograefin / PIXELIO

Und auch zum 1. Mai gibt es wieder ein Gedicht – bekannt als eines der schönsten Maienlieder, doch wer wüßte davon mehr als die erste Strophe auswendig?

An den Mai

Komm lieber Mai und mache die Bäume wieder grün!
Und lass mir an dem Bache die kleinen Veilchen blühn!
wie möcht ich doch so gerne ein Blümchen wiedersehn!
Ach, lieber Mai wie gerne einmal spazierengehn!

Zwar Wintertage haben wohl auch der Freuden viel.
Man kann im Schnee eins traben und treibt manche Abendspiel.
Baut Häuserchen und Karten, spielt Blindekuh und Pfand.
Auch gibts viel Schlittenfahrten ins schöne freie Land.

Ach, wenn´s doch erst gelinder und grüner draussen wär´!
Komm lieber Mai, wir Kinder, wir bitten gar zu sehr.
O komm! Und bring vor allem recht viele Veilchen mit!
Bring auch viel Nachtigallen und schöne Kuckucks mit!

Autor: Christian Adolf Overbeck (1755-1821)

(gefunden bei www.feiertagsgedichte.de)

12. April 2009

FROHE OSTERN!

Filed under: traditioneller Feiertag — Schlagwörter: , — eljascha @ 10:14 am

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Foto: ingo anstötz / PIXELIO

Am Ostermorgen


Am Ostermorgen schwang die Lerche
sich auf aus irdischem Gebiet
und, schwebend überm stillen Pferche
der Hirten, sang sie dieses Lied:
Erwacht! Die Nacht entflieht.
Das Licht zerbricht
die Macht der Nacht;
erwacht ihr Lämmer all, erwacht,
auf feuchtem Rasen kniet!

Es ward von einem Osterlamme
getan für alle Welt genug,
das blutend an dem Kreuzesstamme
die Schuld der ganzen Herde trug.
Des Sieges Stunde schlug!
Das Grab, es gab
den Raub vom Staub
zurück; nun weidet grünes Laub,
ihr Lämmer fromm und klug!

Der Baum des Lebens, fluchbeladen,
stand abgestorben, dürr und tot.
Des Lammes Blut ihn mußte baden;
nun wird es blühend rosenrot.
Gewendet ist die Not!
O seht, her geht
der Hirt, der wird
die Herde weiden unverirrt
im neuen Morgenrot.

(Friedrich Rückert 1788-1866)

von: Gedichte-Garten – Gedichte Ostern

über Friedrich Rückert: Kurzbiographie

weitere Ostergedichte:
Gedichte-Garten – Gedichte Ostern
Wiener Zeitung.at (Spalte rechts unter Texte)


5. April 2009

PALMSONNTAG

Filed under: traditioneller Feiertag — Schlagwörter: , , , , , — eljascha @ 12:34 pm

Am letzten Sonntag vor Ostern, dem Palmsonntag, wird der Einzug Jesu in Jerusalem gefeiert. Zum Zeichen seines Königtums streute das Volk dem nach Jerusalem Kommenden Palmzweige und jubelte. In der katholischen Kirche werden mit Palmkätzchenzweigen Prozessionen zur Kirche veranstaltet.

Weiden- oder Palmkätzchenzweige ersetzen neben den Zweigen anderer heimischer Pflanzen, die nach alter Überlieferung vor Bösem und Schädlichem bewahren, hierzulande die Zweige der Palmen, die im Orient schon seit jeher als heilige Bäume galten.

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Foto: lachsy / PIXELIO

Christian Morgenstern hat den Wiedenkätzchen ein Gedicht gewidmet, das von Wilfired Hiller vertont wurde.

Die Weidenkätzchen

Kätzchen, ihr, der Weide,
wie aus grauer Seide,
wie aus grauem Samt!
O ihr Silberkätzchen,
sagt mir doch, ihr Schätzchen,
sagt, woher ihr stammt.

„Wollen’s gern dir sagen:
Wir sind ausgeschlagen
aus dem Weidenbaum;
haben winterüber
drin geschlafen, Lieber,
in tieftiefem Traum.“

In dem dürren Baume
in tieftiefem Traume
habt geschlafen ihr?
In dem Holz, dem harten,
war, ihr weichen, zarten,
euer Nachtquartier?

„Musst dich recht besinnen:
Was da träumte drinnen,
waren wir noch nicht,
wie wir jetzt im Kleide
blühn von Samt und Seide
hell im Sonnenlicht.

Nur als wie Gedanken
lagen wir im schlanken
grauen Baumgeäst;
unsichtbare Geister,
die der Weltbaumeister
dort verweilen lässt.“

Kätzchen, ihr, der Weide,
wie aus grauer Seide,
wie aus grauem Samt!
O ihr Silberkätzchen,
ja, nun weiß, ihr Schätzchen,
ich, woher ihr stammt!

Das Gedicht wurde dem Digitalen Christian Morgenstern Archiv entnommen, in die Vertonung von Wilfried Hiller im Chrsitian Morgenstern-Kinderliederbuch kann auf musicline.de hineingehört werden.

Leseempfehlungen zum Thema Palmsonntag:

www.Osterseiten.de – Wissenswertes und Osterbrauchtum – Palmsonntag
garten-literatur.de – Osterkalender – Palmsonntag
heiligenlexikon.de – Palmsonntag
br-online.de – Fest- und Feiertage – Lebendiges Brauchtum
onlinekunst.de – Wintergedichte – Die Weidenkätzchen

2. April 2009

INTERNATIONALER KINDERBUCHTAG

02. April: Internationaler Kinderbuchtag, am Geburtstag des dänischen Dichters Hans Christian Andersen

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Internationaler Kinderbuchtag

Am 2. April 2009 steht weltweit die Kinderliteratur im Mittelpunkt

Am Geburtstag Hans Christian Andersens, dem 2. April, feiern Leseförderer weltweit alljährlich den Internationalen Kinderbuchtag, um verstärkt Aufmerksamkeit auf die Kinderliteratur und Leseförderung zu richten. Für diese vom International Board on Books for Young People (IBBY) etablierte Aktion hat 2009 Ägypten die Patenschaft übernommen. Jedes Jahr begleitet eine andere IBBY-Sektion den Internationalen Kinderbuchtag mit einer Botschaft und einem Plakat. In diesem Jahr trägt die Botschaft den Titel „I am the World“. Sie stammt wie auch das Poster vom ägyptischen Künstler und Grafik-Designer Hani D. El-Masri. Diese Materialien können bei der ägyptischen Sektion angefordert werden.
Download des Posters (JPG, 4,2 MB)
Download der Botschaft (PDF, 1,6 MB)

Quelle: Arbeitskreis für Jugendliteratur e.V. – Internationales

Was für Bücher empfehlen Kinder und Jugendliche selber zum Lesen?

Hier sind die Leseempfehlungen von Silas, 9 Jahre:

„Das gibt´s doch nicht!“, Ein total verrücktes Sachbuch  von Falko Honnen, Tessloff Verlag

Beschreibung hinten:
„Diese verrückte Bilderbuch steckt voller schräger Überraschungen: Da werden Socken gegrillt, Pflastersteine gesaugt und echte Fische als Zeltheringe benutzt. Es wachsen Wasserhähne aus Bäumen, Hunde tragen Taucherbrillen und Salamis dienen als Lenker…..“
Ist eines unserer Lieblingsbücher;sehr phantasievoll und  bringt uns immer wieder zum Lachen. . V.a. für 3-8 Jährige, aber eigentlich für jedes Alter witzig.

„Abenteuer Zeitreise“- Reihe von MEYERS

z.B. Die Geschichte einer Stadt, Die Geschichte einer Burg ( Entwicklung einer Burg durch die Jahrhunderte) – hier ist eine Liste der Titel der Reihe „Abenteuer Zeitreise“
Wer viel Lesestoff auf einmal möchte, der kann sich „Abenteuer Zeitreise: Fünf TItel im Sammelband“ holen:
Hier wird Geschichte lebendig! Der Sammelband „Abenteuer Zeitreise“ entführt uns zu aufregenden Plätzen und packenden Ereignissen in der Vergangenheit. Die spannende Reise beginnt Jahrtausende vor unserer Zeit und endet in der Gegenwart: von Dinosauriern, dem Leben in der Steinzeit, dem alten Ägypten, der Geschichte einer Burg bis hin zur Entstehung einer Stadt. 60 großformatige Panoramabilder zeigen die unterschiedlichen Gesichter der Orte im Wandel der Zeit und laden zum Suchen und Entdecken ein

„Caius, der Lausbub aus dem alten Rom“  von Henry Winterfeld; cbj-Verlag

Beschreibung hinten:
„Lausejungen gab es schon im alten Rom! Xantippus und ihr Lehrer (Hauslehrer! – Anmerkung von mir) werden in eine Reihe spannender Abenteuer verwickelt, aber Wagemut und List helfen ihnen auch aus den ausweglosesten Situationen.“

„Feuerschuh und Windsandale“ von Ursula Wölfel, Carlsen Verlag

Von einem Vater, der mit seinem Sohn auf Wanderschaft geht
gebundene Ausgabe bei Thienemann:
Der siebenjährige Tim ist der Allerdickste in der Klasse und wird deshalb immer gehänselt. Alle seine Sorgen vergisst und verlernt er jedoch, als er mit seinem Vater vier Wochen lang in den großen Ferien über Land ziehen darf. Was Tim zusammen mit seinem Vater unterwegs erlebt, ist spannend, aber auch so einfach erzählt, dass jedes Kind es verstehen kann.
und als Taschenbuch bei CARLSEN.
Ein Kinderbuchklassiker, neu illustriert von Bettina Wölfel – ideal zum Vorlesen. Ausgezeichnet mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis, auf der Ehrenliste zum internationalen Hans-Christian-Andersen-Preis. In 16 Sprachen übersetzt. [amazon.de]

„Sams Wal“ von Katherine Scholes, Ravensburger Buchverlag

„Sam traut seinen Augen nicht: Der Wal, den er am Strand gefunden hat, lebt. Aber wie soll er ihm ins Meer zurückhelfen? Für ihn allein ist das Tier viel zu schwer. Und wenn er die Fischer holt, werden sie es töten wollen, denn das Gebiss des Zwerg-Pottwals ist eine begehrte Jagdtrophäe.
Eine Tiergeschihcte ab 9″

Und hier ist eine Leseempfehlung von einem 14-jährigen Mädchen:

„Alhambra“ von Kirsten Boie, Oetinger

Gerade war Boston noch mit seinen Mitschülern auf dem arabischen Seidenmarkt in Granada. Plötzlich ist alles anders: Durch ein Tor in der Zeit ist Boston im Jahr 1492 gelandet. Dort wird es für ihn lebensgefährlich. Er erweckt Misstrauen am spanischen Königshof und auf der Alhambra gerät er in die grausamen Fänge der Inquisition. Doch zwei neue Freunde, Tariq und Salomon, als Muslim und Jude selbst bedroht, stehen ihm in dieser fast ausweglosen Situation bei. Aber die Rückkehr Bostons hängt nicht nur davon ab, ob er den Schlüssel zur Gegenwart findet, sondern auch von der Entdeckung Amerikas …  [amazon.de]

Isla, Mutter von drei Kindern im Alter von 2 bis 7 Jahren, empfiehlt Tiergeschichten aus der Urzeit, die es nur noch antiquarisch (z.B. bei zvab.com, abebooks.de, http://www.buchfreund.de) gibt. Auf ihrem Blog schreibt sie über „Trigan, der Dreihornsaurier“ und „Wirru, das Wildpferd“:

Die Bücher von Lothar Streblow gefallen uns wirklich gut! Die Kinder sind fasziniert von den Tiergeschichten, weil sie realistisch erzählt werden und man sich das Geschehen wunderbar vorstellen kann.
Leider werden Streblows Bücher nicht mehr gedruckt (soweit ich weiß), aber im Netz findet man gebrauchte, wenn man ein bisschen stöbert.🙂

Die Altersempfehlungen für die Kinderbücher Streblows liegen bei 10 Jahren, und da ich mir einige selber erworben habe, kann ich sagen, dass sie in jedem Fall auch für ältere Kinder und an realistischen Schilderungen der urzeitlichen Tierwelt interessierte Jugenliche empfehlenswert sind.

P. und ihre drei Kinder im Alter von 10 bis 15 Jahren empfehlen:

„Adi: Jugend eines Diktators“ von Gudrun Pausewang, Ravensburger Buchverlag

Adolf Hitler: die unglaublichste, die unbegreiflichste Figur der deutschen Geschichte, wohl nicht nur dieses Jahrhunderts. Wie war dieser „Adi“ als Jugendlicher, als Sohn, Klassenkamerad, Freund? [amazon.de]

21. Februar 2009

INTERNATIONALER TAG DER MUTTERSPRACHE

International Mother Language Day

Internationaler Tag der Muttersprache

Historisch nimmt der Tag der Muttersprache Bezug auf den 21. Februar 1952. Damals fand in Dhaka, der Hauptstadt des damaligen Ost-Pakistan, eine Demonstration gegen den Beschluss der Regierung statt, die Sprache Urdu zur Amtssprache zu erheben. Urdu war die Sprache der herrschenden Schichten in Pakistan und die Sprache der Muslim-Liga, auf deren Betreiben der Staat Pakistan gegründet wurde. Urdu wurde nur von etwa 3 Prozent der Bevölkerung gesprochen, während über 56 Prozent der Gesamtbevölkerung West- und Ost-Pakistans Bengali (Bangla) als Muttersprache pflegten. In Ost-Bengalen, dem damaligen Ost-Pakistan, lag der Anteil sogar bei 98 Prozent. 1971 erklärte Ost-Bengalen nach neunmonatigem Bürgerkrieg seine Unabhängigkeit von Pakistan, Landessprache im neuen Staat Bangladesch war fortan Bengali.

Sprachliche und kulturelle Vielfalt repräsentieren universelle Werte, die Einheit und Zusammenhalt einer Gesellschaft stärken. Der Internationale Tag der Muttersprache erinnert an die Bedeutung des Kulturgutes Sprache. Er soll die Sprachenvielfalt und den Gebrauch der Muttersprache fördern und das Bewusstsein für sprachliche und kulturelle Traditionen stärken.

Auf Vorschlag der UNESCO haben die Vereinten Nationalen den 21. Februar als Internationalen Tag der Muttersprache ausgerufen. Er wird seit 2000 jährlich gefeiert.

Quelle: Deutsche UNESCO-Kommission e.V.

buchstaben_geralt-pixelioMit Deutsch als Muttersprache befaßt sich die Gesellschaft für deutsche Sprache – GfdS. Sie gibt unter anderem die Fachzeitschrift Muttersprache. Vierteljahresschrift für deutsche Sprache heraus. Für ein breiteres Publikum interessant sein könnten die Preisaufgaben aus Der Sprachdienst sein. Noch bis Ende Februar geht es darum, Wörter mit der Vorsilbe un- zu finden, die kein positives Gegenstück in der deutschen Sprache haben (Beispiel: Unhold). Bis Ende März werden dann Wortbeispiele gesucht, die gleichviel oder mehr Vokabeln als Konsonanten besitzen, was im Deutschen eher selten vorkommt. Konsonantenreiche Wörter wie Strand sind häufig, vokabelreiche wie eineiig rar. Den Teilnehmern an diesen Preisaufgaben winken Buchpreise.

Foto: Gerd Altmann (geralt) / PIXELIO

Im Portal zur Sprachpflege „entsteht ein ständig wachsendes Nachschlagewerk über Sprachpflege und Sprachpolitik“. Auch in diesem Wiki gibt es eine Seite zum Internationalen Tag der Muttersprache.

18. Februar 2009

NATIONALFLAGGE IN SCHWARZ-ROT-GOLD

Filed under: Geschichtliches — Schlagwörter: , , , , , , — eljascha @ 4:28 pm

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Foto: Thommy Weiss / PIXELIO

Eine Nationalflagge in Schwarz-Rot-Gold seit dem 18.02.1919

Schwarz-rot-goldene Fahne

Für uns ist es ein gewohntes Bild – an staatlichen Feiertagen weht eine schwarz-rot-goldene Flagge vor dem Kanzleramt und anderen öffentlichen Gebäuden, Soldaten tragen eine schwarz-rot-goldene Flagge in Kleinformat auf ihren Uniformen und wenn deutsche Sportlerinnen und Sportler bei großen Veranstaltungen gewinnen, wird die schwarz-rot-goldene Fahne gehisst. Wieso aber hat unsere Nationalflagge gerade diese Farben, wieso nicht einfach rot und gelb und lila?

Symbol für Freiheit und Gerechtigkeit

Diese Farben haben Tradition und es ist die Idee der Freiheit, die damit verbunden ist. Anfang des 19. Jahrhunderts gab es viele Studenten, die sich in so genannten Burschenschaften zusammengeschlossen haben und gegen die herrschenden politischen Zustände protestierten. Die Studenten wollten, dass mehr soziale Gerechtigkeit herrscht, sie forderten mehr Freiheit für die Menschen. Sie haben die erste große Studenten-Demonstration durchgeführt, als sie auf dem „Hambacher Fest“ im Sommer 1832 mit schwarz-rot-goldenen Fahnen ihre politischen Forderungen nach mehr Gerechtigkeit und weniger politischem Druck von oben zum Ausdruck brachten. So wurde schwarz-rot-gold zum Symbol für mehr Freiheit und mehr Gerechtigkeit. Die Obrigkeit wehrte sich gegen die Forderung der Studenten und verbot, dass schwarz-rot-gold in der Öffentlichkeit gezeigt wurde.

Im Grundgesetz festgelegt

Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges hat die deutsche Nationalversammlung in Weimar beschlossen, dass schwarz-rot-gold die deutschen Nationalfarben sein sollen und zwar heute vor 90 Jahren. Es war das klare Bekenntnis zur Freiheit. Unter Hitler wehte dann die schwarz-weiß-rote Hakenkreuzfahne der Nazis, aber die Bundesrepublik Deutschland hat dann auch wieder schwarz-rot-gold gewählt. So heißt es in Artikel 22 im Grundgesetz schlicht: „Die Bundesflagge ist schwarz-rot-gold“. Dass auch die DDR diese Farben für ihre nationale Flagge gewählt hatte, allerdings ergänzt mit ihren Symbolen Hammer und Sichel, soll nicht unerwähnt bleiben.
Für die Bundesrepublik Deutschland sollte die Wahl von schwarz-rot-gold deutlich machen, dass Freiheit, soziale Gerechtigkeit und Demokratie die Grundpfeiler unseres Staates sind.

Quelle: HanisauLand Kalender

4. Februar 2009

2009 – INTERNATIONALES JAHR DER ASTRONOMIE

Filed under: Wissenschaft im Dialog — Schlagwörter: , , , , — eljascha @ 5:08 pm

Thomas Rachel eröffnet Internationales Jahr der Astronomie

Staatssekretär: „Faszination für eine aufregende Naturwissenschaft wecken“

Wie ist das Universum mitsamt seinen Galaxien und Sternen entstanden? Und wo kommen die Schwarzen Löcher her? Diese und viele andere spannende Fragen werden im Jahr der Astronomie verstärkt unter die Lupe – oder unter das Teleskop – genommen.

Bei der deutschen Eröffnungsveranstaltung im Berliner Museum für Kommunikation erklärte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, Thomas Rachel (MdB) am Dienstag: „Die Astronomie ist eines der faszinierendsten Gebiete der Naturwissenschaften. Damit Deutschland seine Spitzenstellung in der Grundlagenforschung auch in Zukunft verteidigt, müssen wir junge Menschen für diese Wissenschaft begeistern. Hierzu leistet das Jahr der Astronomie einen wichtigen Beitrag.“ In Erinnerung an den großen Fortschritt und an die Bedeutung der Astronomie für die Kultur der gesamten Menschheit hat die UNESCO auf Vorschlag der Internationalen Astronomischen Union (IAU) das Jahr 2009 zum Internationalen Jahr der Astronomie (IYA 2009) erklärt.

Das Wissenschaftsjahr der Astronomie erinnert daran, dass vor genau 400 Jahren Galileo Galilei erstmalig ein Teleskop für astronomische Beobachtungen einsetzte und Johannes Kepler mit seinem Werk „Astronomia Nova“ die Grundlagen für die später nach ihm benannten Gesetze der Planetenbewegung legte. Das Jahr der Astronomie 2009 soll die Öffentlichkeit über die neuesten astronomischen Entdeckungen, Methoden und Großgeräte informieren und das Interesse vor allem des jungen wissenschaftlichen Nachwuchses an der Astronomie und an den Naturwissenschaften stärken.

Die teilnehmenden Länder werden ihre eigenen Initiativen entwickeln, die IAU koordiniert die Aktivitäten der Programme. In Deutschland übernehmen die deutsche Delegation der UNESCO und der Rat der Deutschen Sternwarten, der mit seinen 35 Mitgliedern die Gemeinschaft der deutschen Astronomen vertritt, die Trägerschaft. Zahlreiche Veranstaltungen in ganz Deutschland werden von Profis wie Amateuren, Universitäten und Forschungsinstituten ausgerichtet. Im Museum für Kommunikation in Berlin wird vom 21. Januar bis zum 22. Februar eine Ausstellung zum Jahr der Astronomie zu sehen sein.

Vier über das Jahr verteilte thematische Schwerpunkte werden den deutschen Veranstaltungskalender bestimmen:

Der Blick zum Himmel (Januar bis März 2009)
Astronomie und Kultur (April bis Juni 2009)
Weltbilder der Astronomie (Juli bis September 2009)
Astronomie und Schule (Oktober bis Dezember 2009)

Weitere Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen und zum Jahr der Astronomie finden Sie im Internet unter http://www.astronomy2009.de

URL: Bundesministerium für Bildung und Forschung20.01.2009 [Pressemitteilung 008/2009]

zum Weiterlesen:

Italien würdigt Galileo Galilei

Zahlreiche Veranstaltungen und Ausstellungen zu Ehren des Mathematikers, Physikers und Philosophen

Rom – Im Internationalen Jahr der Astronomie würdigt Italien den Mathematiker Galileo Galilei (1564-1642), der vor genau 400 Jahren zum ersten Mal sein Fernrohr zum Sternenhimmel richtete und durch seine bahnbrechenden Entdeckungen die Art des Denkens und die Interpretierung des Universums völlig veränderte. Zahlreiche Veranstaltungen, Ausstellungen und Events gibt es vor allem in seiner Heimatregion Toskana.

[…]

Fortsetzung: derStandard.at – 17. Jänner 2009

WINTERPAUSE BEENDET – WILLKOMMEN IM NEUEN JAHR!

Filed under: Uncategorized — eljascha @ 4:50 pm

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Foto: Claudia Brefeld / PIXELIO

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