Marksteine für Bildung mit Freude und Lernen ohne Schulzwang

5. Oktober 2008

ERNTEDANKFEST

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Erster Sonntag im Oktober: Erntedankfest, traditionell

Wir pflügen, und wir streuen
Matthias Claudius, 1782

1. Wir pflügen, und wir streuen
den Samen auf das Land,
doch Wachstum und Gedeihen
steht in des Himmels Hand:
der tut mit leisem Wehen
sich mild und heimlich auf
und träuft, wenn heim wir gehen,
Wuchs und Gedeihen drauf.
Alle gute Gabe kommt her von Gott dem Herrn,
drum dankt ihm, dankt, drum dankt ihm, dankt und hofft auf ihn!

2. Er sendet Tau und Regen
und Sonn- und Mondenschein,
er wickelt seinen Segen
gar zart und künstlich ein
und bringt ihn dann behende
in unser Feld und Brot:
es geht durch unsre Hände,
kommt aber her von Gott.
Alle gute Gabe kommt her von Gott dem Herrn,
drum dankt ihm, dankt, drum dankt ihm, dankt und hofft auf ihn!

3. Was nah ist und was ferne,
von Gott kommt alles her,
der Strohhalm und die Sterne,
der Sperling und das Meer.
Von ihm sind Büsch und Blätter
und Korn und Obst von ihm,
das schöne Frühlingswetter
und Schnee und Ungestüm.
Alle gute Gabe kommt her von Gott dem Herrn,
drum dankt ihm, dankt, drum dankt ihm, dankt und hofft auf ihn!

4. Er läßt die Sonn aufgehen,
er stellt des Mondes Lauf;
er läßt die Winde wehen
und tut den Himmel auf.
Er schenkt uns so viel Freude,
er macht uns frisch und rot;
er gibt den Kühen Weide
und unsern Kindern Brot.
Alle gute Gabe kommt her von Gott dem Herrn,
drum dankt ihm, dankt, drum dankt ihm, dankt und hofft auf ihn!

Gedicht von Matthias Claudius

über Matthias Claudius und das Gedicht

Fotos:
1) PIXELIO / tirot
2) PIXELIO / Triolein
3) PIXELIO / geralt
4) PIXELIO / fusperber

besonderer Hinweis:
Erntedank-Spezial für Kinder

20. Juni 2008

WELTFLÜCHTLINGSTAG

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20. Juni: Weltflüchtlingstag, bis 2000: Tag des afrikanischen Flüchtlings UNHCR, seit 1995

Weltflüchtlingstag: Was heißt es, Flüchtling zu sein?

Am 20. Juni ist Weltflüchtlingstag. An diesem Tag machen die Vereinten Nationen weltweit darauf aufmerksam, was es heißt, Flüchtling zu sein. Das Flüchtlingsproblem war im 20. und ist im 21. Jahrhundert eine der Konstanten der Weltpolitik. Fluchtbewegungen werden häufig durch Kriege, teils auch durch politische Repression oder sonstige problematische Lebensverhältnisse ausgelöst. Heute gibt es verschiedene völkerrechtliche Regelungen, die aber allein nicht ausreichen, um das Problem einzudämmen oder zu lindern. Neben der Linderung des Leids von Flüchtlingen muss die Beseitigung von Fluchtursachen ganz oben auf der Agenda einer sinnvollen Flüchtlingspolitik stehen.

Flüchtlinge sind Personen, die durch politische (Zwangs-)Maßnahmen, Kriege und existenzgefährdende Notlagen veranlasst wurden, ihre Heimat vorübergehend oder auf Dauer zu verlassen. Dieser Begriff schließt im weiteren Sinn neben Emigranten auch Vertriebene, Zwangsumgesiedelte, Deportierte und in fremde Gebiete verschleppte Zwangsarbeiter ein.

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Quelle: Brockhaus

Flucht und Emigration aus Deutschland aufgrund von Problemen mit der deutschen Schulbesuchspflicht

In Zusammenhang mit dem Thema Schulpflicht und Schulzwang soll darauf verwiesen werden, dass jedes Jahr etliche Familien Deutschland verlassen, weil sie hier ihren Kindern nicht die ihnen am besten angemessene Bildung zukommen lassen können. Weder die Eltern noch die Kinder selbst haben in Deutschland das Recht, den Bildungsweg als Sorgeberechtigte bzw. nach eigenem Gutdünken frei zu wählen. Bildung untersteht einem so postulierten staatlichen Auftrag und den damit verbundenen staatlichen Kontrollen und Vorschriften, und letztere lassen alle schulbesuchsfreien Bildungswege nicht zu.

Lesen Sie dazu folgende Artikel über zwei betroffene Familien:

5. Juni 2008

WELTUMWELTTAG

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05. Juni: Weltumwelttag, UNEP, seit 1972

Der Welt-Umwelttag wurde am 5. Juni 1972, dem Eröffnungstag des ersten Weltumweltgipfels in Stockholm, vom United Nations Environment Programme (UNEP – Umweltprogramm der Vereinten Nationen) ausgerufen. Seither finden an diesem Tag jährlich in weit mehr als hundert Ländern weltweit Veranstaltungen und Aktionen statt.

Für Kinder im Alter zwischen drei und zwölf bzw. zwischen acht und zwölf Jahren bietet der BUND (Jugend im Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. – BUNDjugend) zwei Aktionen an, die während des ganzen Sommers durchgeführt werden können. Das Schöne dabei ist, daß einmal nicht automatisch nur Kindergartengruppen und Schulklassen, sondern auch Einzelpersonen und beliebige Gruppen jeglicher Größe angesprochen sind, daran teilzunehmen.

Foto: PIXELIO / Kurt Bouda

Nähere Informationen gibt es:

  • hier zum Umwelt-Kinder-Tag: Kinder, die zwischen dem 1. Mai und dem 1. September 2008 einen solchen Umwelt-Kinder-Tag gestalten und ihre Veranstaltung dokumentieren, können sich an einem Wettbewerb beteiligen.
  • hier zum NaturTageBuch: Wer ein solches NaturTageBuch erstellt und bis spätestens 31. Oktober 2008 einsendet, nimmt damit ebenfalls an einem bundesweiten Wettbewerb teil.

Ich würde mich freuen, wenn ich Rückmeldungen darüber erhielte, falls Ihr Euch durch den Hinweis auf diesem Blog dazu entschlossen habt, an einer der beiden Aktionen (oder gar beiden?) teilzunehmen. Gerne präsentiere ich hier, was Ihr unternommen habt oder weise auf entsprechende Versanstaltungen hin.

eine weitere BUND-Aktion:

Rettungsnetz Wildkatze

mehr dazu …

Lesen Sie mehr zum Weltumwelttag:

28. Mai 2008

WELTSPIELTAG

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28. Mai: Internationaler Weltspieltag, International Toy Library Association, Tokio, seit 1999

Um Spielen auf breiter Basis zu fördern, rief die „International Toy Library Association“ im Jahr 1999 in Tokio den „Weltspieltag“ ins Leben. In mehr als 22 Ländern führen seither Spieliotheken und Ludotheken alljährlich landesweite Veranstaltungen zum Thema „Spiel“ durch. In Deutschland wird der „Weltspieltag“ vom VDSL e.V. (dem Verband der deutschen Spieliotheken und Ludotheken) in Kooperation mit Family Games, dem spielpädagogischen Bereich des Felsenweg-Instituts organisiert. (Eine Presseinformation des Verbands Deutscher Spieliotheken/Ludotheken e.V.) Auch das Deutsche Kinderhilfswerk und seine Partner im Bündnis für das Recht auf Spiel, wie es in der UN-Konvention für die Rechte des Kindes festgeschrieben ist, rufen am Weltspieltag zu einem bundesweiten Aktionstag auf und beteiligen sich mit vielfältigen Veranstaltungen an der Gestaltung dieses Tages.

In Karlsruhe fand heute – ebenso wie in vielen weiteren Städten bundesweit und international – ein großes Spielfest für Kinder statt. Es wurde nachmittags auf dem Karlsruher Schlossplatz von der Mobilen Spielaktion des Stadtjugendausschusses Karlsruhe und dem Kinderbüro der Stadt Karlsruhe veranstaltet.

KreiselTrampolin

Vater und Sohnzwei Kinder

Spielen bildet – eine Tatsache, die leider allzuoft vergessen wird. Alternativpädagogische Konzepte tragen dieser Tatsache Rechnung, werden jedoch, wenn sie in Schulen das Curriculum bestimmen sollen, sehr häufig nicht genehmigt. Diese Praxis müsste sich dringend ändern: In einem Bildungssystem der Zukunft würde die Bedeutung des Spieles als grundlegendes Element des Lernens betont werden, und zwar für Menschen jeden Alters.

Lesen Sie mehr:

Spiele mit Grenzen

Kinderleicht, tantenschwer

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