Marksteine für Bildung mit Freude und Lernen ohne Schulzwang

1. Mai 2009

1. MAI – MAIFEIERTAG

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Warum ist der 1. Mai ein Feiertag, fragte mich mein Sohn gestern. Tag der Arbeit, Tag der Arbeiter, der Arbeiterbewegung, in vielen Ländern Feiertag, aber wesentlich mehr konnte ich dazu nicht erklären.

Doch der 1. Mai hat eine interessante Geschichte, die man ausführlich auf der Website des DGB nachlesen kann. Außerdem ist seit 1955 der 1. Mai auch der Festtag Josefs des Arbeiters.

maiglockchen_359157_r_by_renate-franke_pixelio1Foto: Fotograefin / PIXELIO

Und auch zum 1. Mai gibt es wieder ein Gedicht – bekannt als eines der schönsten Maienlieder, doch wer wüßte davon mehr als die erste Strophe auswendig?

An den Mai

Komm lieber Mai und mache die Bäume wieder grün!
Und lass mir an dem Bache die kleinen Veilchen blühn!
wie möcht ich doch so gerne ein Blümchen wiedersehn!
Ach, lieber Mai wie gerne einmal spazierengehn!

Zwar Wintertage haben wohl auch der Freuden viel.
Man kann im Schnee eins traben und treibt manche Abendspiel.
Baut Häuserchen und Karten, spielt Blindekuh und Pfand.
Auch gibts viel Schlittenfahrten ins schöne freie Land.

Ach, wenn´s doch erst gelinder und grüner draussen wär´!
Komm lieber Mai, wir Kinder, wir bitten gar zu sehr.
O komm! Und bring vor allem recht viele Veilchen mit!
Bring auch viel Nachtigallen und schöne Kuckucks mit!

Autor: Christian Adolf Overbeck (1755-1821)

(gefunden bei www.feiertagsgedichte.de)

12. April 2009

FROHE OSTERN!

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Foto: ingo anstötz / PIXELIO

Am Ostermorgen


Am Ostermorgen schwang die Lerche
sich auf aus irdischem Gebiet
und, schwebend überm stillen Pferche
der Hirten, sang sie dieses Lied:
Erwacht! Die Nacht entflieht.
Das Licht zerbricht
die Macht der Nacht;
erwacht ihr Lämmer all, erwacht,
auf feuchtem Rasen kniet!

Es ward von einem Osterlamme
getan für alle Welt genug,
das blutend an dem Kreuzesstamme
die Schuld der ganzen Herde trug.
Des Sieges Stunde schlug!
Das Grab, es gab
den Raub vom Staub
zurück; nun weidet grünes Laub,
ihr Lämmer fromm und klug!

Der Baum des Lebens, fluchbeladen,
stand abgestorben, dürr und tot.
Des Lammes Blut ihn mußte baden;
nun wird es blühend rosenrot.
Gewendet ist die Not!
O seht, her geht
der Hirt, der wird
die Herde weiden unverirrt
im neuen Morgenrot.

(Friedrich Rückert 1788-1866)


über Friedrich Rückert: Kurzbiographie

weitere Ostergedichte:
Gedichte-Garten – Gedichte Ostern
Wiener Zeitung.at (Spalte rechts unter Texte)


5. April 2009

PALMSONNTAG

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Am letzten Sonntag vor Ostern, dem Palmsonntag, wird der Einzug Jesu in Jerusalem gefeiert. Zum Zeichen seines Königtums streute das Volk dem nach Jerusalem Kommenden Palmzweige und jubelte. In der katholischen Kirche werden mit Palmkätzchenzweigen Prozessionen zur Kirche veranstaltet.

Weiden- oder Palmkätzchenzweige ersetzen neben den Zweigen anderer heimischer Pflanzen, die nach alter Überlieferung vor Bösem und Schädlichem bewahren, hierzulande die Zweige der Palmen, die im Orient schon seit jeher als heilige Bäume galten.

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Foto: lachsy / PIXELIO

Christian Morgenstern hat den Wiedenkätzchen ein Gedicht gewidmet, das von Wilfired Hiller vertont wurde.

Die Weidenkätzchen

Kätzchen, ihr, der Weide,
wie aus grauer Seide,
wie aus grauem Samt!
O ihr Silberkätzchen,
sagt mir doch, ihr Schätzchen,
sagt, woher ihr stammt.

„Wollen’s gern dir sagen:
Wir sind ausgeschlagen
aus dem Weidenbaum;
haben winterüber
drin geschlafen, Lieber,
in tieftiefem Traum.“

In dem dürren Baume
in tieftiefem Traume
habt geschlafen ihr?
In dem Holz, dem harten,
war, ihr weichen, zarten,
euer Nachtquartier?

„Musst dich recht besinnen:
Was da träumte drinnen,
waren wir noch nicht,
wie wir jetzt im Kleide
blühn von Samt und Seide
hell im Sonnenlicht.

Nur als wie Gedanken
lagen wir im schlanken
grauen Baumgeäst;
unsichtbare Geister,
die der Weltbaumeister
dort verweilen lässt.“

Kätzchen, ihr, der Weide,
wie aus grauer Seide,
wie aus grauem Samt!
O ihr Silberkätzchen,
ja, nun weiß, ihr Schätzchen,
ich, woher ihr stammt!

Das Gedicht wurde dem Digitalen Christian Morgenstern Archiv entnommen, in die Vertonung von Wilfried Hiller im Chrsitian Morgenstern-Kinderliederbuch kann auf musicline.de hineingehört werden.

Leseempfehlungen zum Thema Palmsonntag:

www.Osterseiten.de – Wissenswertes und Osterbrauchtum – Palmsonntag
garten-literatur.de – Osterkalender – Palmsonntag
heiligenlexikon.de – Palmsonntag
br-online.de – Fest- und Feiertage – Lebendiges Brauchtum
onlinekunst.de – Wintergedichte – Die Weidenkätzchen

5. Oktober 2008

ERNTEDANKFEST

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Erster Sonntag im Oktober: Erntedankfest, traditionell

Wir pflügen, und wir streuen
Matthias Claudius, 1782

1. Wir pflügen, und wir streuen
den Samen auf das Land,
doch Wachstum und Gedeihen
steht in des Himmels Hand:
der tut mit leisem Wehen
sich mild und heimlich auf
und träuft, wenn heim wir gehen,
Wuchs und Gedeihen drauf.
Alle gute Gabe kommt her von Gott dem Herrn,
drum dankt ihm, dankt, drum dankt ihm, dankt und hofft auf ihn!

2. Er sendet Tau und Regen
und Sonn- und Mondenschein,
er wickelt seinen Segen
gar zart und künstlich ein
und bringt ihn dann behende
in unser Feld und Brot:
es geht durch unsre Hände,
kommt aber her von Gott.
Alle gute Gabe kommt her von Gott dem Herrn,
drum dankt ihm, dankt, drum dankt ihm, dankt und hofft auf ihn!

3. Was nah ist und was ferne,
von Gott kommt alles her,
der Strohhalm und die Sterne,
der Sperling und das Meer.
Von ihm sind Büsch und Blätter
und Korn und Obst von ihm,
das schöne Frühlingswetter
und Schnee und Ungestüm.
Alle gute Gabe kommt her von Gott dem Herrn,
drum dankt ihm, dankt, drum dankt ihm, dankt und hofft auf ihn!

4. Er läßt die Sonn aufgehen,
er stellt des Mondes Lauf;
er läßt die Winde wehen
und tut den Himmel auf.
Er schenkt uns so viel Freude,
er macht uns frisch und rot;
er gibt den Kühen Weide
und unsern Kindern Brot.
Alle gute Gabe kommt her von Gott dem Herrn,
drum dankt ihm, dankt, drum dankt ihm, dankt und hofft auf ihn!

Gedicht von Matthias Claudius

über Matthias Claudius und das Gedicht

Fotos:
1) PIXELIO / tirot
2) PIXELIO / Triolein
3) PIXELIO / geralt
4) PIXELIO / fusperber

besonderer Hinweis:
Erntedank-Spezial für Kinder

3. Oktober 2008

TAG DER DEUTSCHEN EINHEIT

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03. Oktober: Tag der Deutschen Einheit, seit 1990

Der Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober ist laut Einigungsvertrag seit 1990 Deutschlands Nationalfeiertag, da an diesem Datum die Deutsche Wiedervereinigung vollzogen wurde. Der 3. Oktober ist ein gesetzlicher Feiertag der Bundesrepublik Deutschland.

[mehr ...]

Das wiedervereinte Deutschland ist dieses Jahr erwachsen geworden:

Image

Quelle: Die wiedergefundene Einheit der Deutschen am 3. Oktober 1990

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