Marksteine für Bildung mit Freude und Lernen ohne Schulzwang

28. September 2008

28. SEPTEMBER 1717: EINFÜHRUNG DER ALLGEMEINEN SCHULPFLICHT IN PREUSSEN

28. September: Einführung der allgemeinen Schulpflicht in Preußen, 1717

Gemeinhin wird der 28. September 1717 als das Datum angesehen, an dem die allgemeine Schulpflicht in Preußen eingeführt wurde. Bei Strafe war den Eltern befohlen, ihre Kinder vom 5. bis 12. (ab 1754 bis zum 14.) Lebensjahr in die Schule zu schicken.

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Letztes Jahr lief dazu im ZeitZeichen bei WDR 5 eine hörenswerte Sendung:

„Bildung ist Zukunft“ – eine Forderung, hinter der sich heute das gesamte politische Spektrum in seltener Einmütigkeit zusammenfindet. Der preußische König Friedrich Wilhelm I. wird ähnlich gedacht haben, als er den Nachwuchs auf die Schulbank schickte.

Denn der Soldatenkönig sah in der chronischen Unwissenheit der Landbevölkerung eine Gefahr für die Entwicklung seines Staates.

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Hier können Sie die Sendung nachhören: Einführung der allgemeinen Schulpflicht in Preußen

26. September 2008

EUROPÄISCHER TAG DER SPRACHEN

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26. September: Europäischer Tag der Sprachen

Einen kurzen Artikel und Links zum Europäischen Tag der Sprachen finden Sie hier.

Aufmerksam machen möchte ich auf die Aktion „Language Treasures„, zu der Sie hier Ihren Beitrag leisten können.

15. September 2008

INTERNATIONALER TAG DER BILDUNGS-FREIHEIT

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15. September: Internationaler Tag der Bildungs-Freiheit, erstmals 2007 aufgrund einer Idee von Les enfants d’abord entstanden und durch Learning Unlimited und vrschiedene internationale Partnerorganisationen ausgetragen

mehr dazu unter: www.itdbf.de und jipli.free.fr

8. September 2008

WELTBILDUNGSTAG – WELTALPHABETISIERUNGSTAG

08. September: Weltbildungstag/Weltalphabetisierungstag, UNESCO, 1966 proklamiert, seit 1967

Zum heutigen Gedenktag möchte ich auf eine Artikelserie bei dieGesellschafter.de hinweisen:

Kapitel 1

„In Deutschland ist das Menschenrecht auf Bildung erfüllt!“ Ein Satz, der auf den ersten Blick zu stimmen scheint: Anders als in einem Entwicklungsland hat jedes Kind das Recht auf einen Schulplatz, die Eltern müssen kein Schulgeld zahlen und mit dem entsprechenden Abschluss steht jedem jungen Erwachsenen der Weg ins Studium offen. Umso konsternierter waren viele, als der UN-Sonderberichterstatter für Bildung, Vernor Munoz Villalobos, bei seiner Inspektionsreise im April dem deutschen Bildungssystem die Leviten las: Die frühe Verteilung auf verschiedene Bildungszweige hindere Kinder in Deutschland daran, ihr volles Potential auszuschöpfen. Außerdem sei die Infrastruktur für Schüler mit Behinderungen unzulänglich. Villalobos beschämendes Fazit: „Ich habe das Gefühl, dass sich das deutsche Bildungssystem nicht darauf konzentriert, alle einzubeziehen, sondern eher Trennungen schafft.“
Nicht zu den PISA-Besten zu gehören, kratzt am Selbstbewusstsein. Systematisch gegen wesentliche Punkte des Menschenrechts auf Bildung zu verstoßen, trifft eine demokratische Gesellschaft ins Mark. Vor allem Kindern aus sozial schwächeren Schichten und Migrantenkindern wird die in der „Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte“ garantierte Bildung vorenthalten. Aber auch Kinder mit Behinderungen und Hochbegabungen lernen meist weniger als sie könnten. „Unser Bildungssystem ist auf Homogenität angelegt“, sagt Andreas Hinz, Rehabilitationspädagoge an der Universität Halle. Wer nicht ins Raster passt, hat Pech gehabt.
War die Zahl der vermeintlichen Bildungsversager vor zwanzig Jahren gesellschaftlich noch verkraftbar, sieht es heute anders aus. Nicht einzelne Kinder, sondern gleich ganze Klassen und Jahrgangsstufen fallen aus dem System heraus. Dabei bleiben neben den persönlichen Entwicklungschancen auch fundamentale Kulturtechniken auf der Strecke. Bei der ersten PISA-Studie erreichten deutsche Schüler bei der Lesekompetenz nur den 28. von 32 Plätzen. 23 Prozent der 15-Jährigen wurden deshalb als nicht-ausbildungsfähig eingestuft. Bei 25 Prozent reichten die mathematischen Kenntnisse nicht aus. Selbst der sonst so verschmähte Hauptschulabschluss wirkt da wie ein Lottogewinn: Nur 17,7 Prozent der Haupt- und Sonderschüler haben ihn 2002 erreicht.
Die restlichen 82,3 Prozent führt das Bildungssystem in Qualifikationsprogramme und das Sozialsystem. Für eine demokratische Gesellschaft ist das mehr als nur ein moralisches Armutszeugnis. Bildung ist die zentrale Voraussetzung, um in einer sozialen Gemeinschaft leben zu können und die Verwirklichung anderer Menschenrechte zu fördern. Außerdem bietet sie Zugang zur Kultur, die wiederum den Zusammenhalt des Staates stärkt. Und letztlich ist das Bildungssystem auch für den ökonomischen Erfolg eines Landes entscheidend: Wer Weltwirtschaftsmacht sein möchte, darf nicht zur Bildungsbananenrepublik verkommen.

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Zum Thema Alphabetisierung finden Sie mehr unter folgenden Links:

Bundesverband Alphabetisierung und Grundbildung e.V.
Lesen in Deutschland
BR-online: Wenn das A und O im Alltag fehlt
und ein Blick über die Grenzen: Zentralschweizer Bildungsserver

AM 15. SEPTEMBER FINDET ZUM ZWEITEN MAL DER INTERNATIONALE TAG DER BILDUNGS-FREIHEIT STATT

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Letztes Jahr wurde zum ersten Mal am 15. September der Internationale Tag der Bildungs-Freiheit (ITdBF) ausgerufen. Ursprünglich war es eine Idee französischer Homeschooler, einen nationalen oder europäischen Tag der Bildungs-Freiheit ins Leben zu rufen. An diesem Tag sollte daran erinnert werden, dass Bildung nur unter freiheitlichen Rahmenbedingungen wirklich gelingen kann, Lernen unter striktem Reglement, Vorgaben, Kontrolle und Zwang dagegen mehr Dressur als Bildung zur Folge hat. Die Idee fand bei verschiedenen Organisationen in unterschiedlichen Ländern Anklang, und es wurde daraus ein Internationaler Tag der Bildungs-Freiheit. Nicht nur am 15. September direkt, sondern auch rund um diesen Termin wurden verschiedene Versanstaltungen und Treffen organisiert und Öffentlichkeitsarbeit betrieben.

Auch dieses Jahr beteiligen sich wieder verschiedene Organisationen und Einzelpersonen aus etlichen Ländern mit Aktionen am und zum Internationalen Tag der Bildungs-Freiheit. Details dazu sind über die internationale Website zu diesem Aktionstag zu entnehmen.

Alle Interessenten, für die Mannheim in erreichbarer Nähe liegt, sind sehr herzlich zu einem Treffen im dortigen Luisenpark eingeladen:

Der zweite Internationale Tag der Bildungs-Freiheit wird am Montag, den 15. September 2008, stattfinden.

Da es einfacher ist, sich am Wochenende zu einer gemeinsamen Unternehmung zu treffen, wird am Sonntag, den 14. September 2008, ab ca. 13 Uhr ein Treffen im Mannheimer Luisenpark angeboten. Ein Treffen zu gemütlichem Austausch und um Schönes zusammen mit den Kindern zu machen, und evt. auch um gemeinsam ein Anliegen schriftlich auf den Weg zu bringen. Dafür würde sich die Erarbeitung eines Unterstützungsschreibens für Familie Dudek oder auch für die Schweizer Familien im Kanton Zürich, die Bildung zu Hause machen wollen, anbieten. Je nachdem, wer und wieviele Menschen da sein werden, kann ein solch konkretes Projekt bearbeitet werden.

Wer am kommenden Sonntag dabei sein möchte und es schon vorab planen kann/will, der kann sich über das Kontaktformular oder per Email oder Telefon direkt mit mir in Verbindung setzen, damit wir besprechen können, wo wir uns im Luisenpark treffen. Wer sich erst kurzfristig dazu entschließt teilzunehmen, der kann mich am Sonntag ab ca. 12 Uhr 30 über Handy (Nummer bitte erfragen) erreichen und so erfahren, wo im Park wir zu finden sind.

Im Luisenpark gibt es ein Freizeithaus, in der man bei kühlem und/oder feuchtem Wetter ein selbstmitgebrachtes Picknick einnehmen kann oder auch eine Weile zum Aufwärmen drin sitzen kann. Bei sehr schlechtem (nassen und kalten) Wetter bietet sich als Alternative zum Parkbesuch ein Besuch des gegenüberliegenden Landesmuseums für Arbeit und Technik an (auch für kleinere Kinder geeignet).

Weitere Informationen zum Internationalen Tag der Bildungs-Freiheit im deutschen Sprachraum gibt es hier und hier.

SOMMERPAUSE BEENDET

Gespeichert unter: Uncategorized — eljascha @ 12:53

Dieser Blog hatte ganz offensichtlich überlange Sommerferien! Dabei hätte es einige interessante Gedenktage und geschichtlich relevante Daten während des nun beinahe verflossenen Sommers gegeben … vielleicht werden diese später in Artikeln besprochen werden.

Vor der Sommerpause wurde zuletzt auf den Schulzwang-Gedenktag hingewiesen, und nun, nach der Sommerpause, wird als erstes auf den Internationalen Tag der Bildungs-Freiheit hingewiesen werden.

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